Energieinfrastrukturen formen unsere Landschaften und Städte – oft unauffällig, aber kaum zu übersehen.
Kraftwerke, Stromnetze, Hochspannungsmasten, Speicheranlagen: Sie erzeugen, verteilen und speichern jene Energie, ohne die weder Strom noch Wärme noch Mobilität denkbar wären. Doch sie sind nicht nur Erzeuger – sie sind selbst auch Verbraucher, verschlingen Energie, um zu funktionieren.
Diese grossmassstäblichen technischen Systeme sind damit weit mehr als reine Versorgungsinfrastruktur. Sie greifen tief in Ökologie und Landschaftsbild ein, und sie rücken zunehmend auch geopolitisch ins Zentrum des Tagesgeschehens – als Frage von Abhängigkeit, Souveränität und Macht. Damit werfen sie gestalterische Fragen auf, die bislang selten gestellt wurden: Wie liesse sich Infrastruktur so entwerfen, dass sie nicht bloss Energie konsumiert, sondern selbst zum Kraftwerk wird?
Mit der kommenden Institutsvortragsreihe möchten wir zu einem offenen Dialog über Entwürfe, Szenarien und mögliche Zukünfte einladen. Zur Diskussion steht, wie sich Energieinfrastrukturen integral begreifen lassen.
Ort
Technikumstrasse 21
6048 Horw